Schritt für Schritt in den Beruf
Am 21. Mai 2026 fand im Rahmen des Projekts „Integrationshelden im Rampenlicht“ des Vereins aktiv e.V. aus Bad Kreuznach ein Kamingespräch zum Thema „Schritt für Schritt ins Berufsleben“ statt. Über 30 Teilnehmende waren dabei und nutzten den Abend, um zuzuhören, Fragen zu stellen und sich mit den Gästen auszutauschen. Im Mittelpunkt des Abends standen drei Gesprächsgäste mit unterschiedlichen Erfahrungen: Ramona Müller-Yildiz, die im Parkhotel Kurhaus Bad Kreuznach arbeitet und seit mehr als zehn Jahren Erfahrung im Personalmanagement hat. Craig Edel, der mit 22 Jahren aus England nach Deutschland kam und heute als Trainer und Betriebsleiter in einem Callcenter arbeitet. Sowie Annette Henschel, die in der Personalabteilung der Stadtwerke Bad Kreuznach tätig ist und privat seit neun Jahren eine syrische Familie begleitet.
Im Mittelpunkt standen viele praktische Fragen rund um Bewerbung, Vorstellungsgespräch und den Einstieg ins Berufsleben. Die Gäste berichteten aus ihrem Berufsalltag und gaben hilfreiche Tipps weiter. Dabei wurde deutlich, dass ein gutes Bewerbungsfoto weniger wichtig ist als ein guter Bewerbungstext, der echtes Interesse zeigt. Auch im Vorstellungsgespräch zählt vor allem, dass man sich über das Unternehmen informiert hat. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass ein Arbeitsvertrag nie vorschnell unterschrieben werden sollte.
Craig Edel stellte mögliche Chancen für Quereinsteiger im Callcenter vor und machte deutlich, dass weitere Sprachen neben Deutsch sogar ein großer Vorteil sind. Frau Müller-Yildiz berichtete aus dem Alltag im Parkhotel Kurhaus Bad Kreuznach und erklärte, wie vielfältig das Team dort zusammengesetzt ist und wie sehr das Hotel davon profitiert. Sie empfahl Interessierten, bei Bedarf ein Praktikum zu machen, um einen ersten Einblick zu bekommen.
Auch die Rückmeldungen aus dem Publikum fielen sehr positiv aus. So sagte ein Teilnehmer nach der Veranstaltung: „Ich habe heute viel Neues erfahren, wie ich eine Bewerbung richtig schreibe. Das setze ich sofort um. Diese Veranstaltung hat mir viele neue Ideen gebracht.“
Thorsten Heyer aus dem Projektteam „Integrationshelden im Rampenlicht“ zeigte sich erfreut über das große Interesse an der Veranstaltungsreihe. Er betonte, dass Menschen mit Migrationshintergrund in diesem einmaligen Rahmen Erfahrungen und Wissen aus erster Hand erhalten können und dass genau das dieses Veranstaltungsformat so wertvoll macht.

Arbeiten im Gesundheitswesen
Am 19. März 2026 wurde es im Rahmen des Projekts „Integrationshelden im Rampenlicht“ persönlich, ehrlich und inspirierend: Der gemeinnützige Verein aktiv e.V. lud zu einem Kamingespräch zum Thema „Arbeiten im Gesundheitswesen“ ein. 26 Teilnehmende kamen zusammen, um zuzuhören, nachzufragen und sich auszutauschen.
Im Mittelpunkt standen zwei Gäste mit Migrationshintergrund, die sehr offen über ihren Weg in den Gesundheitsbereich berichteten. Es ging nicht nur um den Berufseinstieg, sondern vor allem um echte Alltagssituationen: Wie fühlt sich der erste Arbeitstag an? Wie geht man mit körperlicher Nähe im Beruf um? Wie erlebt man das Miteinander im Team? Themen, die oft unausgesprochen bleiben, fanden hier Raum – ehrlich, respektvoll und auf Augenhöhe.
Gerade diese Offenheit machte den Abend besonders. Die Geschichten waren greifbar, nahbar und vor allem ermutigend. Viele Teilnehmende stellten Fragen, teilten eigene Gedanken und gingen am Ende mit einem guten Gefühl nach Hause. Einige äußerten konkret den Wunsch, sich im Gesundheitsbereich zu bewerben oder die nächsten Schritte anzugehen. Andere nahmen wertvolle Informationen mit – und den Impuls, diese weiterzugeben.
Moderiert wurde das Gespräch von Anna Kunz, die mit ihrer warmen und unkomplizierten Art eine Atmosphäre schuf, in der sich alle wohlfühlen konnten. Es wurde gelacht, nachgedacht und offen gesprochen.
Auch Thorsten Heyer vom Projektteam zeigte sich begeistert: „Die Offenheit der Gespräche und die aktive Beteiligung zeigen, wie wichtig solche Formate sind. Es wurde nicht nur informiert, sondern auch Mut gemacht und Perspektiven aufgezeigt.“
Die Kamingespräche sind Teil des Projekts „Integrationshelden im Rampenlicht“. Ziel ist es, echte Geschichten sichtbar zu machen, Perspektiven zu eröffnen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen – für mehr Verständnis, mehr Austausch und ein starkes Miteinander im Landkreis Bad Kreuznach.

Integration und Ehrenamt

Bei einem Kamingespräch in Bad Kreuznach stand das Thema Ehrenamt und Integration im Mittelpunkt. In offener und persönlicher Atmosphäre berichteten drei Gäste mit eigener Migrationsgeschichte von ihrem Ankommen in Deutschland und ihrem heutigen ehrenamtlichen Engagement. Sie schilderten, welche Herausforderungen ihnen auf ihrem Weg begegnet sind, welche Unterstützung ihnen geholfen hat und warum sie sich entschieden haben, selbst aktiv zu werden. Dabei wurde deutlich, dass Ehrenamt eine wichtige Rolle für gelingende Integration spielt – als Möglichkeit der Begegnung, des Mitgestaltens und des gegenseitigen Lernens.
„Integration ist viel mehr als nur die Sprache zu lernen“, betonte Justyna und hob die Bedeutung von Offenheit, Austausch und persönlichem Kontakt hervor. Auch das Publikum beteiligte sich engagiert am Gespräch und brachte eigene Fragen und Erfahrungen ein. Die Rückmeldungen zeigten, wie wertvoll solche Austauschformate für Verständnis, Motivation und gesellschaftlichen Zusammenhalt sind.












